26.02.2006
Behutsames Comeback zur rechten Zeit
Marlies Brauer wieder fit

Ihr Ausfall bremste den Höhenflug und auch neun Monate später war zum Saisonbeginn mit der Inflation der Liga Süd (20 Mannschaften) an ein sehnsüchtig herbeigehofftes Comeback der 26jährigen Diplom-Sportwissenschaftlerin nicht zu denken.
Hinzu kam möglicherweise eine psychologisch bedingte und auch verständlich Bremse. Die schwere Verletzung passierte während eines TSVV-Angriffs und einer ungestümen Abwehraktion einer gegnerischen Spielerin. "Ich will hundertprozentig fit sein und erst dann wieder Spaß am Handballsport haben," traf ihre Zurückhaltung auf volles Verständnis bei Thomas Eck. "Sie bekommt die Zeit, die sie haben will," begab sich Eck in die Warteposition eines verantwortungsbewußten Trainers. Marlies Brauer trainiert seit vielen Wochen bereits mit der Mannschaft und allmählich kehrt zurück, was dem eigenen Anspruch gerecht wird.
Vielleicht war es mental sogar wertvoll, Marlies Brauer gerade gegen einen sogenannten Lieblingsgegner wie Ottersweier auf die Bank zu nehmen. Eck schickte sie aber nur zur Ausführung von Strafwürfen aufs Spielfeld. Das Erfolgserlebnis mit zwei Toren gaben Mut und vielleicht die Lust auf mehr. Auch das gemeinsame Miterleben des Spielverlaufs auf der Bank tut ein Übriges. Vielleicht sehen wir Marlies Brauer schon beim nächsten Spiel mit anderen Spielanteilen. Dann ist Gewißheit darüber, dass ein bestimmtes Datum vor 15 Monaten für Marlies Brauer seine Bedeutung endgültig verloren hat. Zur rechten Zeit: die Impulse, die sie dem Vaterstettener Spiel geben kann, sind hilfreich im Wettlauf um den Ligaerhalt.
